Lüftungstechnik – der einfache Weg zu optimal klimatisierten Räumen

Verbrauchte Luft in Innenräumen stört nicht nur die Konzentration und das Wohlbefinden, sie kann auch Krankheiten hervorrufen. Fühlen Sie sich müde und schlapp, bekommen schnell Kopfschmerzen oder fällt Ihnen sogar das Atmen schwer, kann das ein Hinweis auf unzureichende Lüftung und ein damit einhergehendes schlechtes Raumklima sein. Mit moderner Lüftungstechnik gehört dieses Problem der Vergangenheit an. Systeme zum kontrollierten Be- und Entlüften sorgen für eine gleichbleibend hohe Raumluftqualität. Zugleich mindert die Klimatechnik die Gefahr der Schimmelbildung durch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit.

Konzept – Planung – Leistung

Gemeinhin kursiert die Annahme, dass Luft verbraucht sei, weil der Sauerstoff aufgebraucht ist. In aller Regel lässt aber nicht fehlender Sauerstoff die Luft stickig werden, sondern vor allem eine hohe Konzentration an Kohlenstoffdioxid. Beim Lüften geht es deshalb insbesondere darum, mit Kohlendioxid angereicherte Raumluft durch frische, kohlendioxidarme Luft zu ersetzen. Um das in ausreichendem Maße zu gewährleisten, sind bereits beim Planen der Klimatechnik zur Wohnraumlüftung einige wichtige Dinge zu beachten. Dazu gehören:

  • das Überprüfen der Gebäudehülle auf Luftdichtheit,
  • die Ermittlung des erforderlichen Volumenstroms,
  • die individuellen Anforderungen an die Lüftungstechnik sowie deren Bedienung und
  • die Auswahl der richtigen Lüftungsart.

Angefangen vom Erstellen des Lüftungskonzepts über die Planung der Lüftungsanlagen bis hin zum Einbau und der Inbetriebnahme der Lüftungstechnik empfiehlt es sich, Experten für Lüftungs- und Klimatechnik hinzuzuziehen. So ist von Beginn an sichergestellt, dass Sie am Ende hinsichtlich Gesundheit, Hygiene, Komfort und Energieverbrauch zufrieden sind und die Bausubstanz Ihres Gebäudes optimal geschützt ist.

Luftentfeuchter – Luftbefeuchter: Vorteile der modernen Lüftungstechnik

Neben dem Überschuss an Kohlendioxid kann vor allem eine zu hohe oder zu niedrige Luftfeuchtigkeit zu Problemen führen. Ist die Luft zu feucht, droht Schimmelbefall, der Asthma oder chronische Bronchitis hervorrufen kann. Zu trockene Luft lässt die Schleimhäute und Augenschleimhäute austrocknen. Dadurch sinkt die Immunabwehr und der Körper wird zum Angriffsziel für Bakterien, Viren und andere potenziell schädliche Mikroorganismen. Moderne Lüftungstechnik ist in der Lage, den Feuchtegrad in der Raumluft über Luftbe- und -entfeuchter zu regulieren und Schäden durch zu trockene oder zu feuchte Luft entgegenzuwirken.

Lüftungsanlagen: Geräte im Überblick

Moderne, energiesparende Lüftungstechnik passt den Luftaustausch an die jeweiligen Anforderungen und Bedürfnisse an. Unterschieden wird hierbei in zentrale und dezentrale Lüftungsanlagen.

Zentrale Lüftungsanlagen bestehen meist aus einem Netz von Lüftungskanälen, das alle zu belüftenden Räume mit einem leistungsstarken, zentralen Ventilator verbindet. Einfache, kostengünstige Anlagen verfügen lediglich über ein Abluftsystem. Bei dieser Lüftungstechnik führen Abluftrohre die verbrauchte Luft nach außen, während die Zuluft auf natürlichem Weg ins Gebäudeinnere gelangt, beispielsweise über Gitter in der Fassade. Effektiver, aber auch teurer, ist Lüftungs- und Klimatechnik mit kontrollierter Be- und Entlüftung. Bei dieser Variante wird frische Außenluft aktiv über einen Ventilator angesaugt und über das Kanalsystem verteilt, während ein anderer Ventilator die Abluft absaugt und nach draußen befördert. Über eine Wärmerückgewinnung kann die Energie der warmen Abluft nutzbar gemacht werden, in dem Sie die kalte Zuluft über einen Wärmetauscher erwärmt.

Dezentrale Lüftungsanlagen kommen nur raumweise zum Einsatz, üblicherweise in der Küche und im Bad. Ist eine Wohnraumbelüftung in anderen Räumen erforderlich, lassen sich mit geringem Aufwand weitere dezentrale Lüftungsanlagen installieren. Auch hier gibt es zwei Varianten: Abluftanlagen sowie Zu- und Abluftanlagen. Bei der Abluftanlage gelangt lediglich die Abluft nach draußen, während Frischluft über kleine Öffnungen in Außenwänden oder Fenstern nachströmt. Bei Zu- und Abluftanlagen wird die Außenluft aktiv über einen Ventilator angesaugt und die Abluft nach außen abgeführt.

Eine besondere Form der Klimatechnik stellt die kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung dar. Hierbei entzieht ein eingebauter Wärmetauscher der Abluft Wärme und nutzt diese zum Vorwärmen der hereinströmenden, meist kälteren Außenluft. Auf diese Weise trägt die Lüftungstechnik dazu bei, die Heizkosten zu senken.

Lüftungstechnik im Altbau

Bei der energetischen Sanierung von Altbauten liegt der Fokus häufig nur auf den wärmetechnischen Aspekten, nicht auf der Wohnraumlüftung. Ohne ein geeignetes Lüftungskonzept kann sich jedoch in gut isolierten Räumen selbst bei regelmäßigem Stoßlüften Schimmelpilz ausbreiten. Das lässt sich leicht durch das Nachrüsten hochwertiger Klimatechnik vermeiden.

Infrage kommen hierfür vor allem dezentrale Lüftungsanlagen, die sich ohne großen Aufwand im Rahmen der Sanierung installieren lassen. Gern beraten wir Sie, welche Wohnraumlüftung sich für Ihren Altbau am besten eignet und erstellen ein tragfähiges Konzept.

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